Lebensweltbasierte Produkt- und Serviceentwicklung

Virtual Life und Leben & Arbeiten im Fokus der 11. Innovationswerkstatt

Wie erreiche ich meine Kunden in ihren verschiedenen Lebenslagen? Wie verschaffe ich mir Verständnis über die Lebenswelt meiner Kunden? Diese und weitere Fragen beschäftigten die Teilnehmer unserer 11. Innovationswerkstatt zum Thema Lebenswelten vom 2. bis zum 4. April im Basislager Leipzig. Zusammen stellten wir den Kunden mit seinen verschiedenen Lebensbereichen in den Mittelpunkt. Wir erarbeiteten die Dimensionen, in denen Kunden denken, basierend auf den Erfahrungen und Erlebnissen ihrer Umwelt. Das klassische Spartendenken der Versicherungswirtschaft bildet diese Denkweise nicht ab. Genau dies nutzten wir als Ansatzpunkt, um den Kunden in den Fokus der Entwicklung von Produkten, Services und Marketing zu stellen.

Verständnis schaffen und Methoden kennenlernen

Am ersten Tag erhielten unsere Teilnehmer einen generellen Überblick über das Thema Lebenswelt(en). Dr. Dr. Albrecht Fritzsche von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg stellte in seinem Vortrag dar, was Lebenswelt im Allgemeinen bedeutet und einzuordnen ist. Danach gab Dr. Hagen Habicht einen Überblick über Methoden, mit denen die Lebenswelten der Kunden erschlossen werden können. Dabei ging es vor allem um geeignete Interview- und Darstellungsformen für verschiedene Zielgruppen. Anschließend teilte sich die Gruppe in zwei „Lebenswelten“, mit denen sie sich in den nächsten Tagen näher beschäftigten. Eine Gruppe erschloss sich das Thema „Leben & Arbeiten“ in einem Workshop zum Thema „Generation Y“ und diskutierte mit Kunden dieser Zielgruppe aktuelle Probleme, Bedürfnisse und Wünsche. Die zweite Gruppe erkundete im LEAVR-Studio aktiv die Lebenswelt „Virtual Life“. Mittels VR-Brillen erlebten wir diese „neue“ Realität gemeinsam hautnah.

Diary Methode als User Feedback

Während der erste Tag vor allem durch theoretischen Input geprägt war, wurden die Teilnehmer am zweiten Tag selber aktiv. Bereitgestellte Nutzer-Tagebücher von potenziellen Kunden dienten den Teilnehmern als Basis für die Lösungsentwicklung zu echten Problemen. In Gruppen wurden diese Lösungsideen priorisiert und ausgearbeitet. Für gezieltes Feedback standen die Autoren der Tagebücher via Livechat zur Verfügung. Ihnen wurden die einzelnen Ideen vorgestellt und ihr Feedback eingeholt. Auf Basis dessen arbeiteten die Teilnehmer gezielt weiter an den Lösungskonzepten.

Präsentieren mit Lego Serious Play

Tag drei der Innovationswerkstatt begann mit einer Einordnung der rechtlichen Rahmenbedingungen von Produktentwicklungen (IDD) durch Justus Lücke von den Versicherungsforen Leipzig. Danach ging es mit der kreativen Arbeit weiter. Die Teilnehmer arbeiteten das Kundenfeedback aus den Chat-Interviews des Vortages in ihre Ideen ein und stellten mittels der User-Journey-Mapping-Methode den Weg des Kunden dar. Die Teams pitchten die so entstandenen Grobkonzepte. Zur Anwendung kam dabei unter anderem die Methode „Lego Serious Play“. Dabei wurde das Ergebnis mittels Lego-Figuren illustriert und präsentiert.

Wir blicken auf eine erfolgreiche Innovationswerkstatt zurück. Die Teilnehmer aus sieben Versicherungsunternehmen entwickelten eigene Ideen, die als Anregung zur Arbeit an individuellen Versicherungslösungen für ihre Kunden dienen. Wir sind gespannt, welche Konzepte wir wiedererkennen werden.

Unsere nächste Innovationswerkstatt findet vom 25. bis zum 28. Juni zum Thema Bots & RPA statt. Über alle Informationen halten wir euch auf dem Laufenden: http://insurelab.de/innovationswerkstaetten/

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