M2MGO im Start-up Pitch: Simply create everything – with IoT

„Die meisten Unternehmen sind noch in der Prototyp- oder Proof of Concept Phase. Die Wenigsten sind schon im Doing oder haben bereits ein funktionierendes System ausgerollt“, bestätigt Kevin-Louis Pawelke von M2MGO seinen Eindruck basierend auf Erfahrungen und untermauert durch eine McK Studie vom November 2017. Viele stehen noch ganz am Anfang – die Gründe dafür sind vielfältig.

M2MGO wurde 2013 mit der Vision gegründet, die Entwicklung von Lösungsansätzen für das „Internet der Dinge“ zu revolutionieren und Unternehmen damit den Zugang zu dieser Technologie zu erleichtern. Das Berliner Start-up bietet ein speziell entwickeltes Content Management System als Software as a Service an, das den Betrieben die Programmierung von Plattformen abnimmt und die Umsetzung mit einem Bruchteil des bisherigen Aufwands ermöglicht, samt der Entwicklung der individuellen Businessmodelle as a Service. Der Name M2MGO leitet sich ursprünglich von der Machine-to-Machine-(M2M-)Kommunikation ab. Die Anwendungsgebiete sind mittlerweile allerdings viel umfangreicher und reichen vom vernetzten Smart Home über die Smart City bis zur Produktionsüberwachung in der Smart Factory. M2MGO hat es sich zum Ziel gesetzt, seinen Kunden schnell und günstig digitale Transformationslösungen zur Verfügung zu stellen, ohne dass diese selber programmieren müssen. So kam auch der Claim „Simply create everything“ zustande. Das IT-System von M2MGO bietet seinen Nutzern ein großes Potenzial an Freiheitsgraden, vereinfacht die Kommunikation und macht Prozesse schlanker und effizienter.

Der Unterschied zu bisherigen IoT-Plattformen ist, dass diese sich auf das Geräte- und Data-Management fokussieren. Die eigentlichen Applikationen, Hardwareanbindung und API´s müssen die Produktanbieter immer noch in konventionellen Projekten realisieren und teilweise extern programmieren lassen, was zu unüberschaubaren Schnittstellen inklusive Kosten führt.  „Wir stellen einen `Line of Business` Werkzeugkasten für die digitale Transformation/ IoT bereit – und, wenn man das so sagen will, das SAP der Zukunft,“ sagt der CEO und Co-Founder Kevin-Louis Pawelke. Das Produkt namens „People Systems Things“ (PST) besteht aus einem Backend, mit dem Kunden ihre IT-Systeme (Legacy), Hardware und API´s anbinden können ohne zu programmieren. Aus diesem Backend können zentral standardisiert Apps, Portale und HMI´s per Drag & Drop erstellt und den Endkunden übergeben werden. Die Lösung fokussiert sich im Gegensatz zur traditionellen IT auf die eigentliche Applikationsschicht und damit auf neue Applikationen wie Micro Services oder Big Data. Direkt im Browser können so eigene Web-Portale voll personalisiert und per Drag and Drop erzeugt werden. Darüber hinaus kann man jederzeit Änderungen vornehmen und neue Funktionen hinzufügen. So kann in Echtzeit auf neue Anforderungen und Bedingungen reagiert werden, ohne jedes Mal ein neues Projekt aufsetzen zu müssen. Die Plattform von M2MGO garantiert größere Flexibilität, Standardanwendungen und schnelles Wachstum und ist zudem übersichtlich aufgebaut und einfach nutzbar.

Das Geschäftsmodell von M2MGO (Quelle: M2MGO)

Ziel der Kunden ist es, mit Hilfe der PST-Lösung eine Ende-zu-Ende zentrale Datendrehscheibe ohne Medienbrüche zu etablieren. Damit können sowohl KMU´s und größere Unternehmen aus Produkten und Services mit der PST-Lösung befähigt werden, eine Plattform zu betreiben. Das reduziert nicht nur die Risiken, sondern die Zeit und vor allem die Kosten.

Aufbau der M2MGO-Plattform (Quelle: M2MGO)

M2MGO arbeitet bereits mit namhaften Unternehmen verschiedener Branchen zusammen, denn – und das ist ein weiterer Vorteil – die Software ist branchenunabhängig. M2MGO ist sozusagen ein Plattformunternehmen für alle Branchen. Das Start-up baut ein Ökosystem auf, das nachhaltiger ist als eine technologische Plattform, bei der laut Kevin-Louis Pawelke auch eine Schwierigkeit darin besteht, Benchmarks festzustellen. Die Software von M2MGO ist eine „Closed Source Software“ das heißt, wenn Kunden keine Exklusivität für bestimmte Komponenten vereinbart haben, dann können diese wiederverwendet werden.

Um den Werkstattwochen-Teilnehmern einen Einblick in die Praxis zu geben, führte Kevin-Louis Pawelke zum Schluss seines Vortrags Beispiele von Projekten an, die M2MGO bereits mit verschiedenen Kunden umgesetzt hat. Im Automobilbereich hat beispielsweise ein Unternehmen vom Einsatz einer Drohne profitiert, die über Leergutcontainer fliegt und ermittelt, welche Container leer sind. Alles, was man dafür braucht, ist eine Drohne, eine Kamera, Pattern Recognition in der Cloud und eine mobile Applikation. M2MGO vernetzt verschiedene Geräte miteinander und die Steuerung dieser läuft automatisiert und intelligent ab. Das Unternehmen erspart sich Bearbeitungszeit und Personalkosten, denn die Drohne erledigt jetzt den Job eines Mitarbeiters, der zuvor die leeren Container gesucht hatte. Dieser kann sich nun anderen Aufgaben widmen.

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