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Start-up Interview: 3 Fragen an Florian Bontrup von DOCYET

Florian Bontrup, Co-Founder und Geschäftsführer von DocYet

Florian Bontrup, Co-Founder und Geschäftsführer von DOCYET (Bildquelle: DOCYET)

Das Leipziger Start-up DOCYET hat einen Chatbot entwickelt, der die Interaktion mit dem Kunden für Auslandsreisekrankenversicherungen übernimmt. Co-Founder und Geschäftsführer Florian Bontrup hat uns im Start-up Interview 3 Fragen zu seinem Unternehmen und zum Thema „Künstliche Intelligenz“ beantwortet.

Wie sind die Idee und das Konzept für DOCYET entstanden?

Florian Bontrup: Ich bin mit dem Rucksack in China herumgereist und bei einer Wanderung schlimm umgeknickt. Als ich dann meine Auslandskrankenversicherung beziehungsweise den Assisteur angerufen habe, war ich von der Serviceerfahrung alles andere als begeistert. Ein Jahr später hat sich daraus das Konzept für DOCYET als digitaler Assisteur ergeben, spezialisiert auf Gesundheit und Menschen fernab der Heimat.

 

Der Innovationstrend Künstliche Intelligenz (KI) wird als Chance für die Versicherungsbranche gesehen – vor allem, um Prozesse zu verbessern und eine höhere Arbeitsqualität zu erreichen. Was macht die KI-Technologie aus Ihrer Sicht revolutionär und warum ist die Versicherungsbranche für den Einsatz dieser Technologie prädestiniert?

Florian Bontrup: KI hat für Verwaltungstätigkeiten einen ähnlich großen Impact wie die Industrielle Revolution für Fertigungsprozesse von physischen Gütern. Viele Versicherer haben ja schon heute viele Prozesse an externe Assisteure und Dienstleister ausgelagert, die dann standardisierte und primär repetitive Prozessschritte ausführen. Durch Technologien wie natürliche Sprachverarbeitung und Computer Vision sind KI-Systeme jetzt in der Lage, diese Prozesse vollständig zu digitalisieren und zu automatisieren.

Bei DOCYET finden wir das aber nicht nur aus Effizienzgründen spannend, sondern sehen eher die neuen Möglichkeiten etwa im Kundenservice: Versicherer können intensivere Beziehungen zu ihren Kunden aufbauen und Service in Situationen anbieten, der vorher nicht finanzierbar war. KI im Kundenkontakt hat das Potential CRM auf eine völlig neue Stufe zu heben.

Mensch oder Maschine? Ein Blick in das Jahr 2050: Werden wir es mit superintelligenten Rechnern und Robotern zu tun haben, die klüger sind als wir?

Florian Bontrup: Roboter sind heute schon in der Lage Prozesse, für die sie trainiert wurden, zumindest effizienter als Menschen zu erledigen. Bei unbekannten Situationen und komplexen Entscheidungsproblemen hat noch der Mensch die Nase vorn. Ob das so bleibt – keine Ahnung. Menschliche Intelligenz ist aber in jedem Fall mehr als nur effizient zu arbeiten oder die beste Entscheidung zu treffen.

 

Über DOCYET

DOCYET entwickelt digitale Assistance-Angebote für Menschen in unbekannten oder fremdsprachlichen Umfeldern und hilft ihnen beim Zugang zur Gesundheitsversorgung. Patienten können ganz einfach per Chat um Hilfe bitten und erhalten dann vollautomatisiert Empfehlungen zu den besten Ärzten oder Unterstützungsangeboten in ihrer Nähe. Versicherungsunternehmen können die Software als White-Label-Lösung lizenzieren, in ihre bestehenden Serviceangebote integrieren und diese um einen innovativen Kanal ausbauen.

Mehr Informationen unter www.docyet.com

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