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Start-up Interview: 3 Fragen an Florian Dennerlein von ambiotex

Die ambiotex GmbH aus Tübingen hat ein Produkt zur Messung vitaler Daten durch intelligente Technik entwickelt, die in ein Hightech-Shirt integriert ist. Es erfasst zum Beispiel die Herzfrequenz, das Stresslevel und verbrannte Kalorien des Trägers und überträgt diese an die ambiotex-App. Florian Dennerlein, Geschäftsführer von ambiotex, erklärt uns im Gespräch unter anderem, wie die Idee dazu entstanden ist und wie sogenannte Wearables zur Risikoeinschätzung eingesetzt werden können.

Florian Dennerlein, Geschäftsführer von ambiotex (Bildquelle: ambiotex)

Florian Dennerlein, Geschäftsführer von ambiotex (Bildquelle: ambiotex)

Wie ist die Idee für ambiotex entstanden?

Die Gründer der ambiotex entdeckten die Technologie 2013 auf der Medica-Expo am Stand des Fraunhofer IIS. Sie waren direkt begeistert von der Möglichkeit, Informationen über den Herzschlag, Atmung und Bewegung textilintegriert messen zu können. Die Daten lassen sich in vielen Bereichen wie Sport und Fitness, Betriebliches Gesundheitsmanagement und Arbeitssicherheit sowie im Schlaf erheben ohne den Träger einzuschränken. Hieraus ergeben sich große Potenziale in den Sportwissenschaften, der Ergonomie und ebenso im Versicherungswesen.

IoT-Daten ermöglichen maßgeschneiderte Versicherungsprodukte – auch im Gesundheitswesen. In welchen konkreten Bereichen kann die Technologie, die ambiotex einsetzt, die Branche verwandeln und welche Vorteile sind damit verbunden?

ambiotex hilft dabei, die körperliche und mentale Belastung durch Sport, Arbeit und Familie besser zu erfassen und Risikofaktoren zu identifizieren.

Gleichzeitig können in Zukunft Krankheiten wie Diabetes und Herzrhythmusstörungen frühzeitig erkannt werden, bevor größerer Schaden entsteht. In der Arbeitswelt wird das Stressfeedback die Häufigkeit von Arbeitsunfällen reduzieren und die Fehlerrate minimieren.

Wo liegen zukünftige Herausforderungen für Versicherer, wenn sie die Chancen, die das „Internet der Dinge“ bietet, nutzen wollen?

Es ist zunächst grundsätzlich zu klären, inwieweit „Wearables“ zur Risikobewertung im Versicherungswesen herangezogen werden dürfen und inwieweit einzelne Gesundheitsparameter verschleiert werden müssen (z. B. durch Scoring-Mechanismen). In Fahrzeugen wird eine Risikoeinschätzung des Fahrers über das Fahrverhalten erstellt, in der Krankenversicherung wäre so etwas heute nur schwer umsetzbar, auch wenn das persönliche Risikoverhalten des Kunden einen großen Einfluss auf die Entstehung von Krankheiten haben kann.

 

Über ambiotex

ambiotex entwickelt und lizensiert ein innovatives Hightech-Shirt für gesundheitsbewusste Menschen, welches die Vitaldaten des Körpers mit nahezu medizinischer Genauigkeit erfasst und auswertet. Die Mission ist die Entwicklung und Produktion von marktführenden Produkten im Bereich tragbarer Technologien, die weit über die Möglichkeiten von Herzfrequenzmessung und Handgelenksgeräten reichen.

Mehr Informationen unter www.ambiotex.com

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