Start-up Interview: 3 Fragen an Philipp Wolf von Rasa

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Philipp Wolf, Head of Business Development bei Rasa (Bildquelle: Rasa)

Das Berliner Start-up Rasa ist eine führende Open-Source-Plattform für künstliche Intelligenz und verfolgt die Mission, Computern zu helfen, menschliche Sprache zu verstehen. Philipp Wolf, Head of Business Development, erzählt uns im Interview, was die Geschäftsidee von Rasa besonders macht und warum sich der Einsatz dieser Technologie besonders für Versicherungen auszahlt.

Was genau macht Ihr Start-up und was ist das Besondere an Ihrer Geschäftsidee?

Philipp Wolf: Wir bei Rasa arbeiteten mit einem schnell wachsenden Team am Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) im Bereich der Interaktion mit Kunden. Wir bauen die nächste Generation von Chatbots und intelligenten Assistenten, um die Kundenkommunikation zu revolutionieren.

 

Dabei arbeiten wir mit Unternehmen wie ERGO, UBS und Helvetia zusammen. Rasa ist eine Open-Source-Plattform und bietet Großunternehmen und Bot-Entwicklern das nötige Framework, um intelligente Bots zu bauen und bei sich zu implementieren.

Das Thema Künstliche Intelligenz  und damit verbunden der Einsatz von Chatbots ist derzeit in aller Munde und nahezu täglich in den Medien präsent. Wie würden Sie diese komplexe Technologie mit einfachen Worten beschreiben?

Philipp Wolf: Nutzer verbringen immer mehr Zeit in Messaging-Apps und sind immer weniger auf Websites unterwegs. Das bietet großes Potenzial für Chatbots. Bots sind intelligente Programme, mit denen man sich unterhalten und interagieren kann. Sie verstehen, was man ihnen sagt und imitieren menschliche Intelligenz. Vor allem im Kundenservice von Unternehmen helfen sie dabei, die Prozesse zu automatisieren und die Kundenzufriedenheit zu erhöhen. Wir leben in einer Zeit in der Schnelligkeit wichtiger sein kann als ein persönlicher Kontakt. Kunden erwarten Lösungen in Echtzeit. Mithilfe von Bots kann dieses Servicelevel sogar kosteneffizient realisiert werden.

Warum eignet sich Künstliche Intelligenz insbesondere für die Versicherungs- und Bankenbranche?

Philipp Wolf: Mit der Einführung des Chatbots in der Versicherungsbranche können zum einen viele Aufgaben übernommen werden, die sonst zusätzliche Kosten verursachen. Zum anderen haben wir herausgefunden, dass 60 Prozent der Kundenanfragen repetitiv und einfach zu beantworten sind, beispielsweise wenn es um Adressänderungen, die Öffnungszeiten der nächsten Agentur oder die Telefonnummer des Unternehmens geht. Diese Fragen sind trotz ihrer geringen Komplexität in der Beantwortung aufwendig und folglich kostenintensiv. Der Chatbot ist dabei in der Lage, neue Versicherungen oder Vertragsänderungen anzubieten und abzuschließen. Dieses Cross-Selling-Potenzial ermöglicht neben der Kostenreduktion auch eine Umsatzsteigerung.

Viele Versicherungen haben längst erkannt, dass Kunden nicht warten wollen bis für ihr Anliegen ein persönlicher Ansprechpartner zur Verfügung steht und gehen nun gemeinsam mit uns die ersten Schritte, um Kundenanfragen mit dem Einsatz von künstlicher Intelligenz jederzeit und kostengünstig beantworten zu können. Kunden werden es einfach bevorzugen in natürlicher Weise mit den Produkten der Versicherungen in Interaktion zu treten. Sie müssen dabei nichts Neues lernen, sondern treten in Konversation wie mit einem Menschen. In naher Zukunft wird jedes Unternehmen nicht nur eine Kundenhotline haben, sondern auch einen Chatbot.

 

Über Rasa

Das Technologieunternehmen Rasa beschäftigt sich mit der Architektur von Künstlicher Intelligenz und entwickelt darauf aufbauend intelligente, AI-basierte Bots und Assistenten. Der Fokus liegt auf Dialogsystemen sowie syntaktischer und semantischer Konversation, welche der des Menschen ähnelt. Einsatzmöglichkeiten bestehen zum Beispiel im Kundenservice von Versicherungen. Die Technologie ist im Gegensatz zu bestehenden Lösungen deutlich skalierbarer, da sie auf neuesten Erkenntnissen aus dem Bereich Maschine Learning basiert. Das Team von Rasa besteht aus Forschern, Ingenieuren, Designern und Produktmanagern, die über Erfahrungen in den Bereichen des maschinellen Lernens, der Sprachverarbeitung und des Produktdesigns verfügen.

Mehr Informationen unter Rasa.ai

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